Gemeinsames Ganztägiges Lernen an der Europaschule Rheinberg
Gemeinsames Ganztägiges Lernen an der Europaschule Rheinberg
Wir sind eine Schule des gemeinsamen ganztägigen Lernens– von 8:00 bis 15:30 Uhr (Mo, Mi, Do).
Unser Konzept verbindet pädagogische Qualität mit verlässlicher Betreuung. So schaffen wir einen Lern- und Lebensraum, in dem Kinder und Jugendliche erfolgreich miteinander und voneinander lernen.
Vielfältige Angebote
Damit sich unsere Schülerinnen und Schüler während des Schultags wohlfühlen und ihre Interessen entfalten können, bieten wir ein breites Spektrum an Arbeitsgemeinschaften (AGs) und Freizeitangeboten.
Ob musisch, kreativ, sportlich, sprachlich oder technisch – bei uns ist für jede Begabung etwas dabei.
Unsere Kooperationen mit dem ZUFF (Di, Mi, Fr), dem TUS Rheinberg, dem Reitverein Graf von Schmettow Eversael e.V. und weiteren Partnern eröffnen spannende Lern- und Erfahrungsräume über den Unterricht hinaus.
Gestaltung und Weiterentwicklung
Die Didaktische Leitung und die Koordinatorin für den Ganztag entwickeln das Ganztagsangebot, mit der Unterstützung der Abteilungsleitungen, Sonderpädagoginnen und der Sozialpädagogin stetig weiter.
Dabei stehen Themen wie:
- Schulhofgestaltung
- Freizeit- und Ruhebereiche
- Elternarbeit
- sowie die bedürfnisorientierte Erweiterung des AG-Angebots
im Mittelpunkt.
Bewegung und Begegnung
In den Mittagspausen laden wir zu bewegungsorientierten Freizeitaktivitäten in der Sporthalle oder zur Erholung in der Spieleoase ein. Die Sozialpädagogin oder MPT-Kollegin begleiten diese Angebote und fördern Begegnung, Bewegung und Gesundheit.
„Zu einem guten Ganztag gehören Arbeitsgemeinschaften, Förder- und Freizeitangebote, Bewegung, Spiel und Sport sowie kulturelle Angebote.“
– Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW
Beispiele der Arbeitsgemeinschaften:
Sprachen:
Niederländisch Spanisch Türkisch
Musisches:
Gitarre Chor Band
Spiel und Sport:
Fußball, Reiten, Sport-Fit Spiele, Tischtennis, Golf, Basketball
Kreatives:
Technik, Nähen, Basteln
Sonstiges:
Kochen, Klima-AG, Mädchen-AG
Freizeitangebote:
In den Pausen werden folgende begleitete Freizeitaktivitäten angeboten. Auch hier wurde darauf geachtet, dass die Freizeitangebote den unterschiedlichen Neigungen und Bedürfnissen der Kinder gerecht werden. Die Freizeitangebote der Europaschule Rheinberg kommen den Bewegungsbedürfnissen der Kinder entgegen und sollen einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitserziehung leisten.
Spieleoase
-Mittagspause: In der Mittagspause dürfen die Schülerinnen und Schüler der Abteilung I der ESR die Spieleoase nutzen. Verantwortlich für die Aufsicht eine Sozialpädagogin, die von den Spielebuddys (WirfürUns) unterstützt wird.
Projekt der Schulsozialarbeiter:
- Teambildung
- Mobbing
- Rassismus
Förderangebote:
- LRS-Förderung: Alle Kinder an der Europaschule Rheinberg werden auf eine Lese-Rechtschreibschwäche getestet. Hat ein Kind eine nachgewiesene Lese-Rechtschreibschwäche, wird es von speziell geschulten LRS-Lehrerinnen und Lehrern in der IGL-Zeit einmal in der Woche gefördert.
- Schüler helfen Schülern: siehe WirfürUns
- Lernstudio/Ruheoase: Die beiden Lernstudios werden von engagierten pädagogischen Mitarbeiterinnen betreut und sind zu folgenden Zeiten geöffnet:
- Während des Unterrichtes, damit unsere Schülerinnen und Schüler im Internet recherchieren können.
- Während der Mittagspausen, damit die Schülerinnen und Schüler sinnvolle Aktivitäten am PC (Internetrecherche, Lernspiele, …) erledigen.
Gemeinsames Lernen an der ESR
Die Europaschule Rheinberg nimmt seit ihrer Gründung 2011 stets auch Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf in unterschiedlichsten Bereichen auf, schwerpunktmäßig sind hier die Förderschwerpunkte Emotionale und soziale Entwicklung, Sprache, Hören und Kommunikation, Körperliche und motorische Entwicklung (zielgleich), Lernen und Geistige Entwicklung (zieldifferent) mit ihren jeweiligen Abschlüssen zu nennen.
Ziel des Gemeinsamen Lernens ist es, das gemeinsame, vorurteilsfreie Leben und Lernen von Menschen mit und ohne Behinderungen als gesellschaftliche Normalform zu etablieren. Dazu gehört auch ein inklusives Bildungssystem.
Das Konzept der Europaschule Rheinberg zum „Gemeinsamen Lernen“ wird hier verkürzt dargestellt, um jedem einen ersten Einblick in die inklusive Arbeit der ESR zu geben. Bei Interesse und / oder sich ergebenden Fragen ist es jederzeit möglich, Einsicht in das vollständige Konzept zu nehmen.
Die ESR- mittlerweile Schwerpunktschule für Inklusion - setzt die lange Tradition des Gemeinsamen Unterrichts an Rheinberger Schulen fort und folgt ihrem Leitgedanken, Verschiedenartigkeit anzuerkennen und als Bereicherung anzunehmen. Je nach individuellem Unterstützungsbedarf werden die Schülerinnen und Schüler nach den Richtlinien der Regelschule oder in den Bildungsgängen Lernen bzw. Geistige Entwicklung unterrichtet. Grundlage der Arbeit ist ein individueller Förderplan. Erreicht werden können die Abschlüsse der allgemeinen Schule oder die Abschlüsse der oben genannten Bildungsgänge.
Kooperation
Die Lehrerinnen und Lehrer der ESR werden in ihrer pädagogischen und inklusiven Arbeit durch Lehrerkräfte für Sonderpädagogik und den Schulsozialarbeitern unterstützt. Zudem findet eine Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen der verbliebenen Förderschulen sowie eine Kooperation mit außerschulischen Einrichtungen (Jugendamt, Caritas, Ergotherapeuten, Logopäden, Schulberatung, Psychologen usw.) statt. Im Unterrichtsalltag unterstützen Inklusionshelferinnen das Unterrichtsgeschehen.
Evaluation
Kontinuierlich wird die Grundlagen der inklusiven Arbeit an der ESR im Rahmen des „Roten Fadens für Inklusion“ diskutiert und weiterentwickelt und leistet somit die Konzeptionsarbeit.
Instrumentation
Die Sonderpädagoginnen beraten und unterstützen die Fachlehrkräfte hinsichtlich ihrer Differenzierungsangebote (Materialgestaltung, Methodenauswahl, Techniken im Umgang mit Auffälligkeiten im sozial-emotionalen Bereich u.a.m.) und stimmen diese auf die individuellen Möglichkeiten der Schülerinnen und Schüler ab.
Unterrichts- und Kooperationsformen
Methoden und Unterrichtsformen werden auf die individuellen Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler abgestimmt. Offene Unterrichtsformen wie IGL, Werkstattunterricht, projektorientiertes Arbeiten, Lernen an Stationen, Tages-/Wochenplanarbeit werden dabei ebenso wie stärker strukturierte Unterrichtsformen berücksichtigt.
Um die Schülerinnen und Schüler zu entlasten und ihnen den Spaß am Lernen zu erhalten, wird während des IGL-Unterrichts möglichst eine spezielle Kleingruppenförderung durch die jeweilige Sonderpädagogin angeboten.
Eine weitreichende Doppelbesetzung durch Regelschullehrerinnen und Regelschullehrer und Sonderpädagoginnen ist angesichts der vorhandenen Ressourcen nicht möglich.
Der Schülerstützpunkt stellt eine zeitlich begrenzte Rückzugsmöglichkeit für Schülerinnen und Schüler dar, die aus unterschiedlichen Gründen nicht länger am Unterricht der Klasse teilnehmen können.
Im Umgang mit Heterogenität kommt kooperativen Unterrichtsformen besondere Bedeutung zu. Auch der Einsatz geeigneter Buddys/Lernpartner ist zielführend.
Bei der Unterrichtsplanung und Unterrichtsgestaltung ist die Umsetzung eventueller Nachteilsausgleiche zu berücksichtigen (z.B. Greencard,
verlängerte Bearbeitungszeiten, vereinfachte Aufgabenstellungen).
Diagnostische Tätigkeiten
Diagnostische Tätigkeiten (Schülerbeobachtung, Testverfahren und Gutachtenerstellung) sowie Beratungsgespräche mit Lernenden und Eltern nehmen einen Großteil der sonderpädagogischen Arbeit ein und werden in regelmäßigen Abständen durchgeführt. Alle Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrgangs durchlaufen Diagnosetest. Die Fachkonferenz beschließt anschließende Konsequenzen aus den Auswertungen (Einrichtung von LRS-Kursen, Leseförderung etc.)
Und es gibt den Eingangstest Mathe: Alle Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrgangs schreiben den Mathe-Test von Klett. Auch hier werden von der Fachschaft Konsequenzen aus den Auswertungen beschlossen.
Weiterhin gibt es den Eingangsdiagnosetest Mathe in der EF.
Individuelle Förderpläne
Rechtliche Grundlage:
Die Erstellung und Fortschreibung eines individuellen Förderplans ist für Kinder und Jugendliche, die sonderpädagogisch gefördert werden, verpflichtend. Dies gilt auch dann, wenn kein förmliches Verfahren nach den §§ 11-15 durchgeführt worden ist (s. § 21, Abs. 7 AO-SF).
Transparenz:
Transparenz für alle Menschen, die am Lernprozess beteiligt sind, ist uns ein besonderes Anliegen: Deswegen gibt es bei uns:
- Das Lernbegleitbuch
- den Bilanzabend
- Einheitliche Klassenarbeiten
- Checklisten
- Lernentwicklungsgespräche
Lernbegleitbuch
Jedes Kind führt ein blaues Begleitbuch, in das es nach den Unterrichtsstunden einträgt, was es getan hat, welches inhaltliche Thema die Stunde hatte oder welche Methode es neu gelernt oder geübt hat. Auch kann das Kind notieren, was es demnächst angehen will, was es gelernt hat und wie es sich fühlt.
Das Begleitbuch dient auch als Grundlage für die Lernentwicklungsgepräche des Kindes mit seinem Klassenlehrer/seiner Klassenlehrerin. Es gibt aber auch dem Kind die Möglichkeit, seine Schulwoche zu dokumentieren und nicht zuletzt können die Eltern sehen, was ihr Kind getan hat. All dies dient der Gesprächsgrundlage für ein erfolgreiches Lerncoaching.
Das Begleitbuch wird wöchentlich von den Eltern, dem Kind und einem der beiden Klassenlehrer abgezeichnet.
