Saving Memories – Ausstellung in der Stadt Rheinberg
Erneute Führung durch die Ausstellung am
Mittwoch, 6.5.2026 um 16.30 Uhr
ESR – das sind die Anfangsbuchstaben unseres Schulnamens: Europa-Schule Rheinberg. Diese Buchstaben stehen zugleich für unsere Leitgedanken: E wie Europa leben, S wie stark für die Zukunft und R wie Respekt und Verantwortung.
Letzteres bewiesen die Schülerinnen und Schüler unserer Schule sowie die des Amplonius Gymnasiums Rheinberg eindrucksvoll bei der gemeinsamen Erarbeitung einer Ausstellung im Stadthaus. Diese Ausstellung über den Zweiten Weltkrieg und die Nachkriegszeit in Rheinberg mit dem Titel „Saving Memories“ beleuchtete anhand regionaler Beispiele und Zeitzeugenberichte die Auswirkungen des Krieges und die Zeit danach. Im Mittelpunkt standen persönliche Schicksale, Ereignisse wie Kriegszerstörung und Zwangsarbeit sowie das Leben der Menschen in Rheinberg während und nach 1945. Die Rheinische Post berichtete darüber am 27.02.2026.
Die Jugendlichen, die die Ergebnisse ihrer Recherche im Stadthaus präsentierten, wurden in mehrfacher Hinsicht für ihre intensive und kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit mit dem Ziel, die Zukunft bewusster, besser und sicherer zu gestalten, belohnt. Sie gewannen wertvolle Einblicke in die lokale Geschichte und begeisterten zahlreiche interessierte Rheinbergerinnen und Rheinberger, die die Ausstellungseröffnung besuchten.
Dem ESR-Leitgedanken „Verantwortung übernehmen“ gerecht zu werden, bedeutete in diesem Fall, Erinnerungen lebendig zu halten und selbst erarbeitetes Wissen zu vermitteln. Ziel war es, Besucherinnen und Besucher dazu anzuregen, über Frieden und Demokratie nachzudenken und selbst gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.
Ein besonderer Gast an diesem Abend war Merrit Drucker, ein ehemaliger Major der US-Army, der nicht zum ersten Mal aus Washington, D.C., nach Rheinberg gekommen war. Von 1987 bis 1990 war er in den damals von der US-Armee genutzten ehemaligen Messehallen stationiert. Noch heute forscht er unter anderem in Archiven am Niederrhein zu den Ursachen der desolaten Zustände in den Rheinwiesenlagern in Büderich und Rheinberg im Jahr 1945.
Herr Drucker bedankte sich ausdrücklich gerade erst in einem langen Brief bei den beiden Schulleitern Martin Reichert und Marcus Pattberg sowie bei Herrn Ververs von der Europaschule Rheinberg und Frau Krall vom Amplonius Gymnasium Rheinberg dafür, dass sie den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben hatten, dieses Projekt im Unterricht umzusetzen. Sein besonderer Dank galt den Jugendlichen, die dieses schwierige Thema „so behutsam, präzise und akkurat“ bearbeitet hatten.
Zudem lobte er die Stadt Rheinberg dafür, dass sie ihre Archive für das Projekt geöffnet und mit dieser Ausstellung das Kriegsgefangenenlager in Rheinberg in einen historischen Kontext gestellt habe. Er empfahl, die Ausstellung sowie die angewandte Forschungsmethode auch mit anderen Schulen zu teilen, da dies sowohl für die Schulen als auch für die Städte ein Gewinn sei.
Projekte wie dieses sind ein wichtiger Beitrag für unsere Gegenwart – auf dem Weg in eine lebenswerte Zukunft.
Saving Memories







