Polittalk mit Bürgermeisterkandidaten

Am Dienstag stellten sich die Rheinberger Bürgermeisterkandidaten den Fragen der Oberstufenschüler und -Schülerinnen der Europaschule Rheinberg. Bereits im letzten Jahr, zur Europawahl, hatten die Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit mit Lokalpolitikern ins Gespräch zu kommen. Dieses Mal bestand die Veranstaltung aus zwei Teilen.

Zuerst gab es einen Polittalk mit den Bürgermeisterkandidaten im Oberstufenforum, an dem die gesamte Oberstufe teilnahm. Der zweite Teil war ein World Café mit Vertretern der Parteien. Hier namen in der ersten Runde der SoWi-LK der Q1 teil und beim zweiten Durchgang die SoWi-Abiturienten und freiwillige Schüler und Schülerinnen aus verschiedenen Jahrgängen.

Im Vorfeld wurden von einigen Schüler und Schülerinnen des SoWi-LK’s Fragen erarbeitet, die man den Parteivertretern bei der Podiumsdisskussion stellen könnte,  Moderatorinnen wurden gewählt und ein Ablaufplan erarbeitet. 

Alle Parteien waren den Einladungen gefolgt und ließen sich rotierend befragen und standen Rede und Antwort. Ein Ziel dieser Veranstaltung für die Oberstufe der ESR war es, dadurch, dass man gleiche Fragen an die verschiedenen Bürgermeisterkandidaten stellte, verschiedene Profile herausarbeiten zu können. Das gelang auch größtenteils.

Die angesprochenen Themen im Polittalk waren vielfältig. Die erste Frage war natürlich: „Warum wollen Sie Bürgermeister werden bzw. bleiben?“ Es ging aber auch um mehr Grünflächen in der Schule und Rheinberg, bessere Busverbindungen, Ausstattung der Schule und Treffpunkte für Jugendliche und junge Erwachsene in Rheinberg.

Im Anschluss konnten die Parteien, in eine Art Speeddating, genauer kennengelernt werden. Alle 9 Minuten wechselten die Schülergruppen von Raum zu Raum, die Politiker und Politikerinnen blieben an ihrem Ort und erklärten die Einstellung ihrer Partei zu den besprochenen Problemen geduldig wieder und wieder. Top-Themen waren hier Wünsche an die Politik zur weiteren Verbesserung des Schulgebäudes (Klimaanlagen im Neubau, stabileres W-Lan, Beschattung, Entfernung der Teppiche uvm.) Fehlende Veranstaltungen in der Innenstadt,  so wie die Sicherheit am Bahnhof, Einbindung der Jugend in die Politik und Stadtentwicklung  wurden ebenso thematisiert.

Als Feedback gaben verschiedene beteiligte Politiker - die Schüler und Schülerinnen der Oberstufe seien sehr gut vorbereitet und interessiert gewesen. Von seiten der Oberstufenschüler und -Schülerinnen wird sich für das nächste Mal eine kontroversere Diskussion, kürzere Antworten und eine klarere Abgrenzung der Parteien gewünscht. Aber auch sie waren sehr zufrieden und haben einen besseren Einblick in die Kommunalpolitik und die Arbeit des Bürgermeisters bekommen.

Insgesamt war es eine sehr interessante und ertragreiche Veranstaltung, die bestimmt  zur nächsten Landtagswahl wiederholt wird.