Reisebericht: Amsterdam-Fahrt der Klasse 10e
Tag 1 – Anreisetag:
Gegen 8:30 Uhr starteten wir an der Europaschule Rheinberg. Die Busfahrt verging ziemlich schnell. In Amersfoort angekommen, lernten wir unsere niederländischen Gastgeber vom Corderiuscollege kurz kennen. Uns wurde die Schule gezeigt, bevor es typisch niederländische Brötchen zum Frühstück gab – weich belegt mit Fleischkrokette, Frikandel oder Käse.
Anschließend machten wir eine Stadtführung durch Amersfoort und bekamen die bekanntesten Sehenswürdigkeiten gezeigt. Danach ging es eigentlich zurück zur Schule – aber da ich mich sehr gut mit einem der Mädchen verstand, fragte ich, ob ich statt mit dem Bus auf dem Gepäckträger mitfahren dürfte. Das war dort nämlich erlaubt. Sie sagte sofort ja, und auch Herr Ververs hatte nichts dagegen. Sie hatte sogar einen Sitz auf dem Gepäckträger. Die Fahrt machte riesigen Spaß und ich entdeckte noch andere Ecken von Amersfoort.
Wieder an der Schule angekommen, schauten wir uns gemeinsam die gemachten Fotos an und sprachen darüber. Zum Abschluss machten wir ein Gruppenfoto – und schon war es Zeit, sich mit einem „Tot ziens“ zu verabschieden.
In Amsterdam angekommen, gab es zunächst einen kleinen „Zickenkrieg“ wegen der Zimmeraufteilung – ich blieb zum Glück außen vor (die Schweiz). Am Abend gingen wir alle gemeinsam in die Stadt. Nach einem langen Spaziergang landeten wir in einem Restaurant, wo wir zusammen Schnitzel aßen. Die Gespräche waren toll, wir lernten uns besser kennen und der Kellner war unglaublich freundlich. Auf dem Rückweg machten wir noch ein bisschen Shopping – und wurden dabei mehrmals fast von der Tram erwischt. Nach diesem langen und aufregenden Tag lagen wir schließlich im Bett und versuchten, schnell einzuschlafen.
Tag 2:
Die Nacht war nicht besonders erholsam – es war sehr warm im Zimmer. Um 7 Uhr standen wir auf und frühstückten gemeinsam. Gegen 10 Uhr starteten wir als große Gruppe. Es regnete leider leicht, aber wir ließen uns davon nicht unterkriegen. Schon bald kam die Sonne heraus.
Herr Ververs zeigte uns den Museumplein, danach schlenderten wir über den Flohmarkt auf dem Waterlooplein und besuchten schließlich den Begijnenhof. Nebenbei lernten wir eine Menge über die Stadt und ihre Geschichte. Unsere Schrittzähler hatten zu diesem Zeitpunkt schon lange die 10.000er-Marke überschritten. Am Damm trennten wir uns für eine Mittagspause.
Am Nachmittag besuchten wir das Anne Frank Museum. Der Besuch war sehr bewegend. Alle hörten interessiert dem Audioguide zu. Es war etwas Besonderes, an dem Ort zu sein, über den wir im Unterricht so viel gelernt hatten.
Danach ging es direkt weiter mit dem Kulturprogramm: Eine einstündige Grachtenrundfahrt stand an. Der Kapitän legte wagemutige Wendemanöver hin, der Wind wehte uns um die Ohren und einige von uns nutzten die Fahrt für ein kleines Nickerchen.
Am frühen Abend trennten wir uns wieder in kleinere Gruppen. Unsere Gruppe ging rechtzeitig zurück zum Hotel. Nach diesem erlebnisreichen Tag fielen wir alle müde ins Bett.
Tag 3 – Abreisetag:
Am letzten Morgen machten wir uns fertig. Einige begannen schon, die Betten abzuziehen. Beim Frühstück saßen wir noch etwas verschlafen und mit dicken Augen am Tisch, aber alle waren zufrieden mit den Erlebnissen der letzten Tage.
Nachdem wir unsere Koffer gepackt hatten, wurden wir um 10 Uhr vom Bus abgeholt. Es ging nach Zandvoort an die Nordsee. Nach etwa einer Stunde Fahrt sahen wir schon die Dünen. Da es leider etwas kühl war, fiel das geplante Schwimmen ins Wasser. Trotzdem ließen wir uns einen Strandspaziergang nicht nehmen. Barfuß liefen wir durch den Sand und atmeten nach den Tagen in der Stadt einmal so richtig tief durch. Einige gingen noch in die Stadt, sodass jeder auf seine Kosten kam.
Nach etwa zwei Stunden machten wir uns wieder auf den Weg zum Bus. Unser Ziel: die Europaschule Rheinberg. Nach 4,5 Stunden Fahrt, einer Menge Stau, viel Schlager aus den Buslautsprechern und einer schnellen Pipi-Pause kamen wir müde, aber glücklich wieder an.
Dank Herrn Ververs und Frau Egging war die Fahrt nicht nur perfekt organisiert, sondern auch ein gelungener Mix aus Kultur, Unterhaltung und – vor allem – gemeinsamem Spaß.
Sydney van Bebber, Klasse 10e

