Verleihung des Regenbogenpreises

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“

 

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“

So heißt es in Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Diese Erklärung ist eine von den Vereinten Nationen verabschiedete Resolution, die am 10. Dezember 1948 verkündet wurde und die grundlegenden Menschenrechte, die für alle Menschen gelten sollen, formuliert, unabhängig von ihrer Herkunft, Rasse, Geschlecht, Religion oder sonstigen Merkmalen.

Viele Nationen der Welt haben sie ratifiziert, so auch Deutschland. Um so schlimmer ist es, dass sich das, was nach den Gräueltaten des 2. Weltkriegs als nicht mehr gesellschaftsfähig erklärt wurde, langsam wieder in unseren (europäischen) Alltag zurückdrängt. Ausgrenzung, Intoleranz und Extremismus begegnen uns immer öfter unter dem Deckmantel von Demokratie. 

Wir - die Europaschule Rheinberg – sehen uns als örtliche Bildungseinrichtung in der Pflicht, diesen Strömungen zu begegnen. Und das geschieht punktuell, wenn das tagespolitische Geschehen ein Wegschauen nicht zulässt. Aber es geschieht vor allen Dingen konzeptionell und nachhaltig, denn wir haben den Baustein „Demokratie lernen“ als festen Bestandteil unseres pädagogischen Konzepts implementiert. Bereits unser Name ist Programm, wir haben uns mit der Namensgebung „Europaschule“ den europäischen Gedanken verpflichtet, wir sind Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage und Schule der Vielfalt. Mit Leben gefüllt werden all diese Label durch Unterrichtseinheiten, Projekte und Aktionstage mit engagierten LehrerInnen und einer äußerst aktiven Schülervertretung. 

Unter der Leitung unserer SV-LehrerInnen Julia Sonnenwald, Alexandra Pastewka und Carsten Quade nahm die SV zuletzt Teil an Demonstrationen für die Demokratie und gegen Rassismus, beschäftige sich auf zahlreichen Gedenkstättenfahrten mit der Vergangenheit, um die Zukunft besser zu gestalten, besuchte alle wichtigen Parlamente Europas vom Landtag in Düsseldorf über den internationalen Gerichtshof in Den Haag bis zum EU-Parlament in Brüssel.

Dieses Engagement der SV und besonders die immer wieder kehrenden Kundgebungen gegen Rassismus und für eine tolerante vielfältige Gesellschaft erweckten schließlich die Aufmerksamkeit der lokalen Politik. Barbara Ettwig, aus dem Ortsverband Bündnis90/Die Grünen schlug uns schließlich und die Initiative „Berka bleibt bunt“ für den Regenbogenpreis vor, ein Preis für ehrenamtlichen Einsatz in unserem Fall für die Demokratie, wofür wir sehr dankbar sind. 

Im Rahmen einer Feierstunde, zu der zahlreiche Gäste aus Politik und Gesellschaft sowie interessierte Bürger und der Bürgermeister der Stadt Rheinberg, Dietmar Heyde, gekommen waren, führte unser Schulleiter Martin Reichert durch das Festprogramm. Laura Henkel, eine „frisch gebackene“ Abiturientin sorgte für stimmungsvolle musikalische Unterhaltung und wir erlebten die Uraufführung eines Kunstprojekts der Fachschaft Kunst in Kooperation mit der Universität Rhein-Waal. Eine digitale Installation, in deren Mittelpunkt Menschen und Szenen unter einem Regenbogen standen wurde präsentiert. 

Wir sind uns sicher: Der einzig richtige Weg in eine sichere, tolerante, europäische Zukunft ist es, der Jugend den Raum zu geben, Demokratie zu erleben und zu leben. Gestern wurde unser Einsatz in dieser Sache mit einer öffentlichen Anerkennung durch den Regenbogenpreis belohnt – Danke dafür

Regenbogenpreis