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Hilfstransport nach Polen

Wir tragen das Wort Europa in unserem Namen. Unsere Leitgedanken sind von jeher Demokratie, Grenzen überschreitende Toleranz und ein friedvolles Miteinander von Menschen unterschiedlichster Kulturen, Religionen und Herkünfte. Diese Werte und Normen, die wir an unserer Schule in jedem Unterrichtsfach vermitteln und die wir täglich vorleben, sind am 24.02.2022 durch die Kriegserklärung an die Ukraine massiv verletzt worden.

Das hat viele Menschen stark verunsichert, nicht nur die Erwachsenen, sondern erst recht viele unserer Schülerinnen und Schüler. Um dem Gefühl von Ohnmacht und Angst zu begegnen, haben wir unzählige Gespräche geführt und viele Aktionen gestartet. Diese reichen von einer Gedenkminute gleich nach Kriegsbeginn über den wirklich beeindruckenden Friedensmarsch zum Rheinberger Rathaus als öffentliche Solidaritätserklärung bis hin zur Organisation einer Hilfslieferung an ein Waisenhaus in Polen kurz vor der Tschechischen Grenze, um nur einige zu nennen. Die Einsatz- und Spendenbereitschaft der Kinder, der Eltern, der Lehrerschaft und der Schulgemeinde ist überwältigend.

Schnell ist ein ganzer Klassenraum mit unzähligen Lebens- und Hygienemitteln, mit Kinderwäsche und Verbandsmaterial gefüllt. Jede unserer 72 Klassen hat mindestens einen Umzugskarton voller Spenden gepackt. Für den Hilfstransport haben sich unsere beiden Sozialpädagogen Alexandra Kasperek und Remzi Bulut sowie unser stellvertretender Schulleiter Karsten Schmidt mit seiner Frau Camí stark gemacht.

Unsere Gruppe von Helfern, die sich spontan zusammengefunden hat, ist ein Beispiel für den interkulturellen Gedanken, der bei uns in Europa und besonders an der ESR gelebt wird: Vier Menschen mit Wurzeln in vier verschiedenen Ländern machen sich auf den Weg durch Europa und helfen Nachbarn in Not.

Am Freitagmorgen fuhren sie in aller Frühe Richtung Polen. Die Berichte, die wir von dieser außergewöhnlichen Fahrt bekommen, sprechen nicht so sehr von dem Grauen der Situation für die flüchtenden Menschen. Sie sprechen über Solidarität und ein starkes Gemeinschaftsgefühl auch mit den vielen anderen europäischen Helfern, die unserem Konvoi auf der Fahrt nach Polen begegnen, wie z.B. Niederländer und Spanier, die auch Polen als Ziel haben.  Sie sprechen auch über die Offenheit, Herzlichkeit, Dankbarkeit und selbstverständliche Einsatzbereitschaft der polnischen Organisatoren des improvisierten Kinderheims in Duszniki-Zdrój.

Genauere Tagesberichte und visuelle Eindrücke von der Fahrt können Sie hier betrachten:

https://youtu.be/Tuj2L_kYaMM