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FabLab@School

FabLab@School- Praktikum der Technikkurse der EF an der Hochschule Rhein-Waal

Schülerzahlen werden mittelfristig sinken und immer mehr ältere Ingenieure werden in Rente gehen. Das ist Fakt. Außerdem stellen Konzepte wie zum Beispiel die Energiewende, Smarthome oder die Transformationen in der Autoindustrie die Wirtschaft vor technische Herausforderungen, die in den nächsten 15-20 Jahren einen wachsenden Bedarf an Ingenieuren und Informatikern unweigerlich hervorrufen.

Die Europaschule Rheinberg wird diesem Umstand gerecht, indem sie sich der gemeinsamen Initiative FabLab@School des zdi Kamp-Lintfort an der Hochschule Rhein-Waal und des Schulamts Kreis Wesel/Kompetenzteam NRW angeschlossen hat.

Was bietet diese Initiative?

In der hochmodernen, praxisnahen FabLab-Einrichtung in Kamp-Lintfort bekommen Schülerinnen und Schüler aus der ganzen Region die Möglichkeit, sich über den neuesten Stand der modernen Fertigungstechnologie zu informieren. Mit über 600 m2 Nutzfläche bietet das FabLab Kamp-Lintfort nicht nur den Raum, um Ideen zum Leben zu erwecken, sondern auch die Maschinen, die dies tun können. Außerdem bietet die Hochschule Rhein-Waal in ihrem FabLab kostenlose Workshops für Schülerinnen und Schüler, in denen sie lernen, wie sie ihren eigenen 3D-Drucker bauen können.

Gruppen interessierter Jugendlicher aus Technikkursen der Jahrgangsstufe 11 der ESR lernen nun schon im 3. Jahr in Folge  im Rahmen eines außerschulischen Praktikums alle wichtigen Schritte und Komponenten kennen, die für die Einrichtung und den Betrieb eines eigenen 3D-Druckers erforderlich sind: von Schrittmotoren über die Integration eines Arduino-Mikrocontroller-Kits bis hin zur Konfiguration der Betriebssoftware des Druckers. Die gefertigten Drucker werden der Schule jeweils gespendet, damit sie als Lehrmittel in verschiedenen Kontexten eingesetzt werden können.

Die Vorteile für die Europaschule Rheinberg liegen auf der Hand:

„Planung, Entwicklung und Fertigung technischer Systeme sind Teil unserer Lehrpläne Technik in Jahrgangsstufe 11“ erklärt Pierre Rösner, 29, ein Techniklehrer der ESR. Er ist es auch, der im kommenden Schuljahr das Fächerangebot der Oberstufe mit einem Leistungskurs Technik bereichern will.  Damit schärft die ESR ihr Profil weiter und erweitert es in Richtung Zukunft. „Die Schülerinnen und Schüler, die jetzt im Rahmen des Technikunterrichts das praktische Modul an der Hochschule Rhein-Waal absolviert haben, werden für ihre Mitschüler als Experten dienen. So wird die entsprechende Unterrichtsreihe praktisch untermauert und der technische Horizont aller Beteiligten deutlich erweitert.

Aber das ist noch nicht alles: Mittelfristig – das bedeutet spätestens mit der Fertigstellung des Neubaus des Oberstufentrakts an der Dr.- Aloys- Wittrup-Straße – wird die Europaschule selbst ein SchulFabLab, also ein 3D Fabrikationslabor einrichten.

Dieses soll nicht nur der Schulgemeinde, sondern der gesamten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Damit soll auf breiter Basis eine Förderung der technischen Bildung geschehen. Die Möglichkeit zur digitalen Produktion soll öffentlich zugänglich gemacht werden, so dass der Beruf des Ingenieurs positiv ins Bewusstsein vor allem der Schulabgänger gerufen wird

Es wird eine umfangreiche Ausstattung für additive Fertigung bekommen: mehrere 3D-Drucker, einen Laser-Cutter, eine CNC-Fräse und umfassende PC- und Netzwerk-Nutzungsmöglichkeiten

„Dieses Praktikum hat mir neue Perspektiven eröffnet. Ich habe den 3D-Drucker nicht nur ausprobiert und mein eigenes erstes Modell damit gefertigt, ich habe mit meiner Arbeitsgruppe auch einen eigenen 3D-Drucker gebaut. Sonst habe ich mir diese Vorgänge immer nur in Youtube-Videos angesehen. Ich bin mir jetzt sicher, dass ich nach dem Abi einen technischen Beruf erlernen möchte.“, gab Melvin Leverberg, 17, an. Er besuchte mit Schülerinnen und Schülern beider Technikkurse der EF das Praktikum im Fab-Lab in Kamp-Lintfort.