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Europaschule Rheinberg setzt Segel

Bereits zum dritten Mal kehren Schülerinnen und Schüler der Europaschule in den Herbstferien ihrer Heimatstadt Rheinberg den Rücken, um in Kroatien ihrem Hobby nachzugehen: Segeln.

Bei sommerlichem Wetter, kristallklarem Wasser und katalog-blauem Himmel segelten 30 Kinder und 20 Erwachsene auf sieben Yachten eine Woche lang in Kroatien von Trogir Richtung Süden und wieder zurück. Sie legten in Buchten an, die aussahen, als hätte noch nie ein Mensch seinen Fuß dort an Land gesetzt, tauchten in warmem Wasser nach Muscheln und maßen ihre Fertigkeiten in Dinghi-Wettkämpfen. Und da wo die Schülerinnen und Schüler tagsüber gegeneinander antraten, hielten sie abends gemeinsam Ankerwache und überlegten gemeinsam mit ihren Skippern welches Ziel sie am nächsten Tag ansteuern würden. Dabei wurden Windrichtungen, Strömungen, Wetter und Seemeilen betrachtet und analysiert und es wurde im Team entschieden, was man erreichen möchte und kann. Auf jeder Yacht wurde abends gekocht und die köstlich duftenden Mahlzeiten wurden von Yacht zu Yacht weitergegeben und geteilt. Abendliche Spaziergänge durch malerische alte Städtchen und Spielrunden an Bord der Yachten rundeten jeden erlebnisreichen Tag ab. 

Die Jugendlichen zeichneten sich allesamt durch ein hohes Maß an Verantwortung, Teamgeist und Begeisterung für das Abenteuer Segeln aus. Denn die Skipper waren „nur“ als verantwortungsvolle Begleiter dabei. Die Schülerinnen und Schüler verrichteten alle Arbeiten an Bord selbst und segelten auch die bis zu 15 Meter langen Schiffe. Sie managten ihre Bordkasse, gingen gemeinsam einkaufen, räumten gemeinsam auf und legten zum Schluss nach einer erlebnisreichen Woche ihre Schiffe voller neuer unvergesslicher Eindrücke im Hafen in Trogir wieder an den Steg.

Quasi nebenbei lernten die Schülerinnen und Schüler in dieser Woche viele Dinge, die sie im Leben weiterbringen werden: Z.B., dass jedes Team nur so stark ist, wie sein schwächstes Glied. Selbstverständlich half jeder jedem. Nicht Konkurrenz, sondern Gemeinsamkeit war der Schwerpunkt an Bord der Schiffe. Die einen konnten besser navigieren, die anderen spezialisierten sich auf das Trimmen der Segel, wieder andere hatten das perfekte Gefühl für Anlegemanöver. Es war nicht wichtig, dass jeder alles kann, sondern dass man die Stärken der Gruppe ausnutzt, um als Team erfolgreich zu sein.

Eine Woche lang ruhten alle Handys unter Deck, Facebook, Instagram, Snapchat und Co wurden zur Nebensache und die Jugendlichen erlebten ein Abenteuer diesseits  ihrer oft zu stark digitalisierten Welt . Alle waren sich einig: Wir wollen nächstes Jahr wieder mitfahren.