Schwerpunkte

IGL Unterricht

Im IGL-Unterricht steht das individuell gesteuerte Lernen (IGL) im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 7 sollen lernen, selbst zu entscheiden, in welchem Fach sie welche im Fachunterricht behandelte Kompetenz noch einmal intensiver üben und/oder erweitern, indem sie zusätzliches Material bearbeiten bzw. Zusatzkompetenzen erwerben.

Das ausgewählte Material wird von den Schülerinnen und Schülern selbstständig bearbeitet, eigenverantwortlich mit dem Lösungsmaterial verglichen und gegebenenfalls für den weiteren Einsatz gereinigt, wenn ein laminiertes Arbeitsblatt als Grundlage dient. Unterstützung erfolgt im Bedarfsfall durch die IGL-Lehrerkraft.

Die SuS sollen lernen, Eigenverantwortung für ihr Lernen zu übernehmen, indem sie sowohl Selbsteinschätzungen im Fach- und IGL-Unterricht vornehmen als auch das eigene Leistungsvermögen und den damit verbundenen Kompetenzerwerb in den Lernentwicklungsgesprächen regelmäßig thematisieren. Die (auch mit Unterstützung durch das Klassenlehrerteam und die Eltern) gewonnenen Erkenntnisse sollten in Verhaltensänderungen münden und in den individuellen Lernvereinbarungen festgehalten und im nächsten Lernentwicklungsgespräch überprüft werden.

Durch die Möglichkeit, das Lernen selbstbestimmt zu organisieren, sollen die Kinder ebenso erfahren, dass Lernen Spaß machen kann und eine Wissenserweiterung die eigene Zufriedenheit spürbar unterstützt. Manche Schülerinnen und Schüler müssen dafür dann vielleicht auch erst einmal für eine lange Zeit nur das Fach in den Blick nehmen, für das sie die größte Begeisterung aufbringen können. In Gesprächen kann dieses Verhalten thematisiert und eventuell verändert werden.

Ihre Selbsteinschätzung bezogen auf die einzelnen Kompetenzen können die Lernenden mit Hilfe der angebotenen Tests überprüfen. Sollten sie einen Test nicht zu ihrer Zufriedenheit abgeschlossen haben, besteht die Möglichkeit, diesen Test zu wiederholen, da im Mittelpunkt der Erwerb der Kompetenz steht und nicht das Aufzeigen eines Defizits. In diesem Falle sollte zunächst ein erneutes Üben vorgeschaltet werden, wozu die IGL-Lehrkraft ermuntern sollte.

Das Material orientiert sich am Fachunterricht und unterstützt ihn durch weitere Übungsmöglichkeiten. Die bekannten Aufgabenformate erleichtern das Einfinden in die selbstständige Erarbeitung und trainieren so die schulischen Anforderungen im Hinblick auf Lernstanderhebungen und Zentrale Prüfungen (ZP). Aufgrund der gewünschten Selbstbestimmung der Schülerinnen und Schüler sowie der eingeschränkten Übungszeit von insgesamt 4 Unterrichtsstunden für 12 Stunden Fachunterricht, muss jedoch auch im Fachunterricht für entsprechende Übungsmöglichkeiten gesorgt werden.

Zusätzlich zu dem den Fachunterricht unterstützenden Übungsmaterial werden den leistungsstärkeren, aber auch den interessierten Schülerinnen und Schüler Zusatzaufgaben angeboten, die eine Weiterführung der Basiskompetenzen darstellen. Eine gute Bearbeitung dieser Zusatzkompetenzen wird auf dem Lernstandbericht gesondert aufgeführt und im Lernentwicklungsgespräch gewürdigt.

Diese Kompetenzen erwerben die Schülerinnen und Schüler bei dieser Form des Lernens:

  • Übernahme von Verantwortung für den eigenen Lernprozess durch bewusste Reflexion in den Lernentwicklungsgesprächen angebunden an Lernvereinbarungen
  • Entwicklung von Selbstständigkeit in Bezug auf eine eigenständige Erfassung der Aufgabenstellungen, Bearbeitung und Überprüfung des Übungsmaterials
  • Aufbau von intrinsischer Motivation durch selbstständig erarbeitete Erfolgserlebnisse (deshalb auch kleinere Aufgabenformate)