Austausch und Fahrten

Frankreich

Europaschüler gedenken in Frankreich des Ersten Weltkriegs

im Rahmen des Französisch- und Geschichtsunterrichts der 9. Jahrgangsstufe hat die  Europaschule ein gemeinsames Projekt mit dem Collège in Albert  zum Thema „Völkerverständigung nach dem 1. Weltkrieg“ gestartet. Am Anfang des Schuljahres haben insgesamt 15 Schülerinnen und Schüler aus Rheinberg Kontakt aufgenommen zu den französischen Partnern. Ende September 2018 fuhren sie für einige Tage nach Albert, einer Kleinstadt in der Nähe von Amiens im Nordosten Frankreichs. Dort nahmen sie an einer Versöhnungsfeier zum 100. Jahrestag teil. Zusammen mit 90 Schülern des Collège Jean Moulin in Albert stand auch die Gestaltung  eines Gedenkortes auf dem Programm. Das Projekt dient der gegenseitigen französisch-deutschen Verständigung und sprachlich-thematisch selbstverständlich dem Sprach- und Geschichtsunterricht. Die Teilnehmer  kamen in Gastfamilien unter. Hier ein kurzer Bericht von Leonie und Mara, zwei Teilnehmerinnen aus der 9a:

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„Am Dienstag den 25.09. sind wir um  7.30 Uhr von der Europaschule Rheinberg nach Albert gefahren. Nach gut fünf Stunden Fahrt  sind wir am Collège in Albert angekommen.  Wir wurden durch die Deutschlehrerin (Frau Leboyer) herzlich empfangen. Sie hat uns über den Aufenthalt informiert.  Dann hat uns Pierre -ein Stadtführer- durch  das kleine Örtchen Albert geführt bis zur Basilika.  Dort sind wir auch auf den Glockenturm gegangen, der im Krieg fast vollständig zerstört wurde und er hat uns viel über den Ort und die Zeit während des Ersten Weltkrieges erzählt. Als wir wieder an der Schule waren, wurden uns die jeweiligen Gastschüler  zugeteilt und um 17 Uhr wurden wir von unseren Gasteltern abgeholt, mit denen wir dann „nach Hause“  gefahren sind.

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Am  Mittwoch sind wir mit den Partnerschülern zur Schule gefahren, die wie in Deutschland um 8 Uhr anfängt. Wir sind dann wieder zur Basilika gelaufen, denn unter der Basilika war früher ein Schutztunnel, der zu einem Museum mit vielen gefundenen und nachgebauten Modellen zum Vergleich  aus verschiedenen Ländern ausgestellt wurden. Auch wurden verschiedene Situationen aus diesem Schutztunnel nachgestellt. Es wurden auch Fotos von früher ausgehangen.  Der  Ausgang des Museums war  in einem Souvenirshop. Daneben war ein Park in dem wir eine Rallye gestartet haben. Die Rallye ging durch Albert und endete in der Schule, wo wir dann zu Mittag gegessen haben. Das neu errungene  Wissen haben wir in Plakate gesteckt, die am Ende des Austausches in dem Touristeninfozentrum ausgehangen wurden. Um 17 Uhr gingen wir wieder in die Gastfamilien.

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Als wir am Donnerstag am Collège ankamen, wurden wir  von einem Bus abgeholt und sind nach Frise gefahren. In Frise haben wir ehrenamtlich geholfen auf Kalkwiesen Platz für Ziegen zu machen,  indem wir Büsche und Bäume entfernt haben .Diese Wiesen waren im Krieg der Ort der Schützengräben – die explodierte Munition hat sie so kalkhaltig gemacht. So gegen 13 Uhr haben wir eine Picknickpause  gemacht, dazu wurde uns von den Leitern der Aktion Kuchen und Getränke angeboten. Dann sind wir zurück nach Albert gefahren. Dort hatten wir noch eine Stunde Aufenthalt bevor wir an der Pressekonferenz im Touristenzentrum teilgenommen haben. Dort haben zwei französische und zwei Deutsche Schüler Briefe von Soldaten  vorgelesen.

Am Freitag sind wir zum Collège gefahren und  sind ein letztes Mal in Albert gewesen, bevor unser Bus kam und wir uns verabschieden  mussten. Einige von uns und auch die französischen Kinder waren richtig traurig.

Das war unser Austausch der uns beiden sehr viel Spaß gemacht hat. Wir haben sehr viel über den Krieg  gelernt und würden so eine Begegnung gerne wiederholen.“

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